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Lila Strauss

0024

Quentin

Um- und Neubau Räume Kirchgemeinde, Neubau von zwei Wohnhäusern

offener Projektwettbewerb, 5 Preis

Neuenkirch, 2025

Die Gemeinde Neuenkirch entwickelte sich aus einer früh besiedelten, landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft. Im Mittelalter entstand mit der «neuen Kirche» ein neues Zentrum, das fortan das Siedlungsbild prägte. Die harmonische Verbindung historischer Strukturen ist entlang der Luzernstrasse immer noch klar erkennbar. Beispiele dafür sind die Bebauungen der Pfarrkirche St. Ulrich, der Gasthof Sonne und einzelne Wohn- und Geschäftshäuser.
Das Projekt versucht an die vielschichten historischen Beziehungen anzuknüpfen. Als Inspiration dient ein Aquarell des ortsansässigen Landschaftsmaler Mauriz Rast (1838-1902). Wie in der Darstellung von Rast verwandelt der Projektvorschlag das Dorfzentrum von Neuenkirch in einen malerischen Landschaftsraum, in dem sich Bestands- und Neubauten in lockerer Ordnung einfügen.
Im Umfeld der Pfarrkirche St. Ulrich sind drei Neubauten geplant. Zwei viergeschossige Gebäude an der Süd- und Ostseite der Kirche umfassen insgesamt 26 Wohnungen. Und ein zweigeschossiger Bau mit Büro und Unterrichtsräumen für die Pfarrei Neuenkirch. 
Die bestehende «liberale Käserei» bleibt erhalten und wird vom nordseitigen Anbau befreit. Im ersten Obergeschoss entsteht ein dreigeschossiger Raum für den der Pfarreisaal, im Erdgeschoss befinden sich künftig das Foyer und ein Jugendraum.
Die Proportionen und Materialien der Neubauten erzeugen situative Dialoge mit dem Bestand. So entsteht respektvoll eine rhythmische Kontinuität, die Alt und Neu nicht angleicht, sondern gestalterische Beziehung setzt.